Aktuelles im März 2021

Neuer Kreiselternbeirat des Wetteraukreises für die Amtszeit 2021 bis 2023 gewählt

Die diesjährige Wahl zum Kreiselternbeirat für den Wetteraukreis wurde Corona bedingt an zwei aufeinanderfolgenden Samstagen an der Henry-Benrath-Schule in Friedberg durchgeführt. Am 30. Januar trafen sich die Elternvertreter:innen der Grundschulen und am 06. Februar die Vertreter:innen der übrigen Schulformen, um aus ihrer Mitte die neuen Mitglieder des Gremiums für eine zweijährige Amtszeit zu wählen.

Der Kreiselternbeirat vertritt die Elternschaft von über hundert Schulen im Wetteraukreis mit etwa 30.000 Schülerinnen und Schülern. Er setzt sich aus den gewählten Vertretern der unterschiedlichen Schulformen zusammen: Grundschulen, Haupt- und Realschulen, integrierte und kooperative Gesamtschulen, Mittelstufenschule, Gymnasien, Förderschulen, Berufsschulen und Ersatzschulen. Seine Aufgaben umfassen die Unterstützung der Elternbeiräte in ihrer Arbeit an den Schulen, wie auch die Vertretung von Elterninteressen bei der Schulentwicklung im Kreis. Hierfür ist der Kreiselternbeirat in verschiedenen Gremien vertreten, beispielsweise der Kreisschulkommission oder dem Inklusionsbeirat.

Am 02. März trafen sich dann die 14 neugewählten Mitglieder des Kreiselternbeirates zur konstituierenden Sitzung und Wahl des erweiterten Vorstandes. Thomas Seeling von der Singbergschule Wölfersheim (Kooperative Gesamtschule) wurde als erster Vorsitzender bestätigt, unterstützt wird er vom neugewählten zweiten Vorsitzenden Jan Tober, Jim-Knopf-Schule Wölfersheim (Grundschule). Das Amt der Kassenwartin übernimmt Verena Hachenberger, Johann-Philip-Reis-Schule Friedberg (Berufsschule), neue Schriftführerin ist Nicole Triebert, Sophie-Scholl-Schule Bad Nauheim (Ersatzschule). Pressesprecher ist weiterhin Andreas Gerhardus von der Pestalozzischule Groß-Karben (Grundschule), unterstützt von Dr. Wolfgang Stock, Augustinerschule Friedberg (Gymnasium).

Bereits am 08. März stimmt sich der Kreiselternbeirat in einer Videokonferenz über die Agenda der kommenden Amtszeit ab. Aktuell bestimmt der eingeschränkte Schulbetrieb unter Pandemiebedingungen stark die Arbeit der Elterngremien. Eng damit verbunden sind jedoch auch die längerfristigen Themen der Schulentwicklung: mit steigenden Schülerzahlen, dem entsprechenden Raum- und Personalbedarf, der Digitalisierung, der Inklusion und dem Ausbau von Ganztagesangeboten stehen auch künftig große Herausforderungen für die Wetterauer Schulen an.

Wichtig wird hierbei weiterhin die Vernetzung von Kreiselternbeirat und den Schulelternbeiräten sein. Die erfolgreichen SEB-Foren, regelmäßige Treffen der Elternvertreter online oder nach Möglichkeit auch wieder persönlich in den Schulen, sollen fortgeführt und weiterentwickelt werden.

Der Kreiselternbeirat kann über die Webseite www.kreb-wetteraukreis.de oder per E-Mail an info@kreb-wetteraukreis.de kontaktiert werden.

Mehr über den Kreiselternbeirat

Aktuelles im Februar 2021

Hessisches Kultusministerium gibt die Verlängerung der derzeitigen Regelungen über den 15. Februar hinaus bekannt. 

Die Informationen des Hessischen Kultusministers an Eltern und Schulen finden Sie hier.

Bundesministerium für Bildung und Forschung veröffentlicht Handlungsempfehlungen für den Präsenzunterricht an den Schulen

Die Kurzfassung der Leitlinie „Maßnahmen zur Prävention und Kontrolle der SARS-CoV-2-Übertragung in Schulen“ finden Sie hier.

Aktuelles im Januar 2021

Neuwahl des Kreiselternbeirates und Wahl der Wetterauer Delegierten zur Landeselternbeiratswahl:

  • für Grundschulen:
     30. Januar 2021; Beginn LEB-Wahl: 9:00 Uhr; KrEB-Wahl: 12:00 Uhr
  • übrigen Schulformen:
     06. Februar 2021; Beginn LEB-Wahl: 9:00 Uhr; KrEB-Wahl: 12:00 Uhr


Die neu gewählten Mitglieder des Kreiselternbeirates treffen sich am 08. Februar in Friedberg zur konstituierenden Sitzung.

Die Landeselternbeiratswahl findet am am 08. Mai 2021 in Wiesbaden statt.

Aktuelles im Dezember 2020

Start der Online-Petition für sicheren Schulbetrieb unter Pandemiebedingungen:

zur Online-Petition auf openpetition.de 

Im SEB-Forum am 17.11.2020 mit Elternbeiräten aus dem Wetteraukreis kam die Idee einer Online-Petition des Kreiselternbeirates auf. Ziel ist, die Unzufriedenheit vieler Eltern mit dem Handeln der Schul- und Gesundheitsbehörden in der Coronakrise an die Verantwortlichen zu adressieren.
Die Online-Petition erlaubt es auch, ergänzende Pro- und Contra Argumente und Kommentare einzustellen. Über die Positionierung des Kreiselternbeirates hinaus soll so allen  Eltern die Gelegenheit gegeben werden, auch abweichende Meinungen in die Diskussion einzubringen. Den Text der Petition finden Sie hier:

Petition für sicheren Schulbetrieb unter Pandemiebedingungen

Aktuelles im November 2020

Überwältigendes Interesse von Wetterauer Schulelternbeiräten an Videokonferenz des Kreiselternbeirates zur Corona-Situation an den Schulen: 

Am 17.11.2020 lud der Kreiselternbeirat die Schulelternbeiräte der ca. 100 Schulen im Wetteraukreis zu einer Videokonferenz ein. Schwerpunkt war die Situation an den Schulen unter den aktuellen Pandemiebedingungen. Das überwältigende Interesse zeigt, wie sehr dieses Thema die Elternschaft beschäftigt: über 90 Elternvertreterinnen und Vertreter aus dem ganzen Wetteraukreis nahmen an dem Informationsaustausch teil.

Die Diskussionsbeiträge spiegelten eine große Unsicherheit und Unzufriedenheit der Eltern über den Umgang der Schul- und Gesundheitsbehörden mit der Coronakrise an den Schulen wider.
Das Ziel, den Präsenzunterricht in möglichst großem Umfang aufrecht zu erhalten, wird auch in der Elternschaft geteilt. Vermisst werden jedoch Wille und Strategien der verantwortlichen Stellen, dies auch unter optimalem Gesundheitsschutz der Kinder zu gewährleisten. 
Beispielhaft wurde etwa die Ausstattung der Schulen mit Luftfiltern diskutiert. Selbst Elternbeiräte oder Fördervereine, die auf eigene Kosten solche Geräte anschaffen möchten, stoßen dabei auf große bürokratische Widerstände. 

Kritik gab es auch an fehlenden oder sehr späten Reaktionen des Gesundheitsamtes auf positiv getestete Schülerinnen und Schüler. Ein schnelles und einheitliches Vorgehen bei Nachverfolgung und Quarantänemaßnahmen ist für die Eltern derzeit nicht erkennbar. Dieses halten wir aber zum Schutz der gesamten Schulgemeinden im Präsenzunterricht für unabdingbar – auch wenn im Klassenraum Maske getragen wurde.

Die auch in der Pressemitteilung des Wetteraukreises vom 17.11.2020 wiederholte These, in Schulen finde keine signifikante Verbreitung des Virus statt, scheint uns nicht belegt. Andere Einschätzungen besagen aktuell, dass es spätestens ab der Mittelstufe keinen Unterschied im Infektionsgeschehen zu dem unter Erwachsenen gibt. Somit könnten auch die Schulen einen wesentlich zur Übertragung des Coronavirus beitragen. Als Kreiselternbeirat können wir hier keine abschließende Bewertung vornehmen. Wir fordern aber vor dem Hintergrund einer unsicheren Faktenlage, dass erhöhte Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden. 

Hierzu gehört das Teilen der Klassen, zumindest in den höheren Jahrgängen, wie es auch im Wechselmodell der Stufe 3 des HKM vorgesehen ist. Das Teilen der Klassen wirkt gleich dreifach: Verdoppelung des Abstandes, Halbierung der Schülerzahl im Raum, Halbierung der Kontaktzeiten. Hierin sehen wir eine effektive Maßnahme, das potenzielle Infektionsgeschehen an den Schulen zu bremsen. Ziel wäre auch hierbei, den Präsenzunterricht zumindest in Teilen so lange wie möglich aufrecht zu erhalten.

Die Entwicklung nach den Sommerferien hat uns gezeigt, dass die Hoffnung auf das Eintreffen der günstigsten Prognosen nicht länger die Vorbereitung auf den schlimmsten Fall verhindern darf. Hier schließt ein weiterer Kritikpunkt des Abends an: die immer noch mangelhafte Vorbereitung des Schulsystems auf einen eventuell wieder notwendigen Distanzunterricht. Sowohl die technische Ausstattung vor allem aber auch die Umsetzungskonzepte an den Schulen klaffen nach Berichten der Elternvertreter immer noch weit auseinander. 

Die gesamte Videokonferenz zeigte eine große Frustration über den aktuellen Umgang mit der Pandemie an den Schulen auf. Um dies auch öffentlich gegenüber den verantwortlichen Behörden deutlich zu machen, wurde beschlossen, die geäußerten Kritikpunkte in einer Online-Petition aus zu formulieren. Dies wird der Kreiselternbeirat jetzt mit Unterstützung vieler Schulelternbeiräte angehen.

Aktuelles im September 2020

Wahlunterlagen zu Kreis- und Landeselternbeiratswahl 2021

29.09.2020

 

Die Unterlagen zur Wahl des Kreiselternbeirates und der Wetterauer Delegierten zur Landeselternbeiratswahl werden in den nächsten Tagen per Post an die Wetterauer Schulelternbeiräte verschickt. Vorab stehen sie hier schon zum Download bereit:
KrEB+LEB-Wahl_2021

Vorbereitung der Wahlen zu Kreis- und Landeselternbeirat 2021

18.09.2020

 

Im kommenden Jahr stehen die Neuwahlen zu Kreis- und Landeselternbeirat an. Die entsprechenden Wahlausschreiben sind in der letzten Abstimmung und gehen Ihrer Schule schriftlich zu. Damit Sie aber jetzt schon die notwendigen Delegiertenwahlen auf die Tagesordnung anstehender Schulelternbeiratssitzungen aufnehmen können, hier vorab unser aktueller Planungsstand zu den beide Wahlen:

 

Zu wählen sind an Ihrer Schule jeweils die Delegierten zur

  • Wahl des Kreiselternbeirates,
  • Wahl der Wetterauer Delegierten zur Landeselternbeiratswahl.

Die Anzahl der Delegierten errechnet sich für Kreiselternbeirats- und Delegiertenwahl zur Landeselternbeiratswahl jeweils folgendermaßen:  

„Jeder Schulelternbeirat wählt hierzu aus dem Kreis seiner Mitglieder und deren Stellvertreterinnen und Stellvertreter für jeweils angefangene 500 Schülerinnen und Schüler eine Vertreterin oder einen Vertreter, mindestens jedoch zwei Vertreterinnen oder Vertreter, und eine entsprechende Anzahl von Ersatzvertreterinnen oder Ersatzvertretern.“

(§ 114 und § 116 HSchG)

Die genaue Schülerzahl für die Berechnung erhalten sie von ihrer Schulleitung.

Die Meldung der Delegierten ihrer Schule muss bis zum 18. Dezember an den Kreiselternbeirat erfolgen.

 

Eine Person kann auch als Delegierter zu beiden Wahlen bestimmt werden. Daher planen wir gemeinsame Termine für Kreiselternbeirats- und Delegiertenwahl zur Landeselternbeiratswahl. Um die aktuellen Hygiene- und Abstandsvorgaben einhalten zu können, trennen wir jedoch die Schulformen Grundschule und übrige Schulformen. Die vorläufigen Termine sind: 

  • für Grundschulen:
     30. Januar 2021; Beginn LEB-Wahl: 9:00 Uhr; KrEB-Wahl: 12:00 Uhr
  • übrigen Schulformen:
     06. Februar 2021; Beginn LEB-Wahl: 9:00 Uhr; KrEB-Wahl: 12:00 Uhr

 

Die Landeselternbeiratswahl findet dann am am 08. Mai 2021 in Wiesbaden statt.

 

Für weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung. 

Auf der Webseite des LEB finden Sie ebenfalls grundsätzliche Details zu den Wahlen der Elternvertretungen:

https://leb-hessen.de/startseite/kreis-und-stadtelternbeiraete/wahlen/

https://leb-hessen.de/leb-wahlen/

Aktuelles im Mai 2020

Zur Öffnung der Grundschulen ab dem 22. Juni

16.06.2020

 

Mit der Öffnung der Grundschulen ab dem 22. Juni unter Aufgabe der Abstandsregeln wurde von der Landesregierung ein aus Sicht des Kreiselternbeirates problematischer Prämissenwechsel im Umgang mit der Corona-Pandemie vollzogen: Vom absoluten Vorrang für den Infektionsschutz mit den kompletten Schulschließungen im März über den Infektionsschutz als Bedingung für die schrittweise Öffnung im April und Mai zum jetzigen Vorrang für den Präsenzunterricht unter Aufgabe des Infektionsschutzes.

Dieser Prämissenwechsel hätte offen diskutiert werden müssen und nicht einfach im „geheimen“ Corona-Kabinett vollzogen werden dürfen – unter Ausschluss der gesetzlichen Gremien zur Vertretung der Elternschaft. Die erste Sitzung der „Konzeptgruppe Schuljahresbeginn“ im Hessischen Kultusministerium stand am 09.06.2020 unmittelbar bevor. Beim Kreiselternbeirat bestand die Erwartung, dass genau hier die Fragen nach den notwendigen Bedingungen und Maßnahmen zum Vollzug eines Wiedereinstieges in den Regelbetrieb erörtert werden. Es entsteht so der Eindruck, dass mit dem Zeitpunkt der Entscheidung genau diese Diskussion umgangen werden sollte.

Das Ministerschreiben vom 10.06.2020 an die Schulleiterinnen und Schulleiter deutet den beschriebenen Prämissenwechsel zwar an („Im Hinblick auf das Recht auf Bildung, die Chancengerechtigkeit und vor allem auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf haben uns in den vergangenen Tagen und Wochen viele Nachrichten und Anregungen erreicht …“), erweckt aber den Eindruck, dass gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse jetzt das Abstandsgebot in den Schulen obsolet machen („kommen verschiedene medizinische Fachgesellschaften […] zu dem Ergebnis, dass die derzeit gültigen Abstandsregelungen im Schulbetrieb für das Infektionsgeschehen keine entscheidende Rolle spielen“). Nach unserer Einschätzung gibt es hierzu allerdings noch keine einhellige, gesicherte wissenschaftliche Aussage. Es mag vorläufige Studienergebnisse in dieser Richtung geben, andere Ergebnisse gehen in eine andere Richtung, z.B. zur Virus-Übertragung durch Aerosole. Diese deuten eher auf die Notwendigkeit strengerer Schutzmaßnahmen in den Klassenräumen hin. Hierzu hätte sich der Kreiselternbeirat einen offenen Austausch gewünscht.

Die Frage, welche Prämisse für das Schulsystem Vorrang haben soll, wird auch in der Elternschaft heftig diskutiert. Das Recht auf Bildung und Chancengerechtigkeit der Schülerinnen und Schüler ist ein hohes Gut, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für viele Familien schlicht existenzielle Notwendigkeit. Gleichzeitig ist den Familien aber auch der Infektionsschutz wichtig, dass zeigen uns viele besorgte Rückfragen von Eltern nach den teilweisen Öffnungen im Mai, sowie nach der jetzigen Entscheidung. Im Zentrum stehen dabei zwei Fragen: Kann das Abstandsgebot, das drei Monate im Fokus der Corona-Maßnahmen stand, jetzt tatsächlich so einfach gestrichen werden? Warum jetzt für diese zwei Wochen vor den Ferien und nicht mit ausreichender Planungszeit zum neuen Schuljahr? 
Ziel muss nach Erachten des Kreiselternbeirates aber sein, das Recht auf Bildung und den Infektionsschutz bestmöglich miteinander in Einklang zu bringen, ohne das eine für das andere aufzugeben.

Ein Stresstest für die Schulen

Die letzten drei Monate waren ein Stresstest für die Schulen, der viele Mängel offenbart hat, in der Fernbetreuung wie in der Ausstattung der Schulen für den Präsenzunterricht. Die Beschulung der Kinder zuhause ist in großen Teilen gescheitert und ging meist über eine Notbetreuung von Schulseite nicht hinaus. Große Unterschiede in Art und Umfang der Fernbeschulung von Schule zu Schule und von Klasse zu Klasse haben aber gleichzeitig gezeigt, dass auch mit der vorhandenen Infrastruktur sehr viel mehr möglich gewesen wäre. 
 Im Präsenzunterricht traten die schon lange bekannten Mängel in der schulischen Infrastruktur zutage: Personalmangel, Raummangel, mangelhafte Sanitäranlagen … . Dies erschwerte die Umsetzung der Abstands- und Hygienemaßnahmen in den Schulen und führte auch zu dem sehr eingeschränkten Präsenzangebot der letzten Wochen.

Die in diesem Stresstest erkannten Probleme müssen jetzt angegangen werden, als Basis für den Start ins neue Schuljahr. Der für die Öffnung der Grundschulen erfolgte Prämissenwechsel darf nicht der Einstieg in eine Kapitulation vor den aufgezeigten Mängeln sein, nach dem Muster: „wenn das Schulsystem kein adäquates schulisches Angebot unter Wahrung der epidemiologischen Vorsichtsmaßnahmen gewährleisten kann, müssen eben die Schutzmaßnahmen aufgegeben werden.“

Der Kreiselternbeirat fordert daher für den Start ins Schuljahr 2020/21:

  • Die Entwicklung von Infrastruktur und standardisierten Konzepten für die Fernbeschulung bei gleichzeitiger Verpflichtung der Lehrkräfte zu einem solchen Angebot. 
  •  Dies ist auch weiterhin notwendig für die Kinder aus Risikogruppen, sowie für gegebenenfalls notwendige allgemeine oder punktuelle Schulschließungen im weiteren Verlauf der Pandemie.
  • Die Ertüchtigung der Schulgebäude für einen sicheren Schulbetrieb unter Abstands- und Hygienemaßnahmen. 
  • Aufstockung des Personals an den Schulen, auch durch nichtpädagogisches Personal für Aufgaben jenseits des Unterrichtes (z.B. für Aufsicht, Reinigung und IT-Infrastruktur).

 


Auswertung und Fazit zur Elternumfrage des Kreiselternbeirates zur schulischen Situation während der Coronakrise

20.05.2020

 

Vom 21. April bis zum 5. Mai hat der Kreiselternbeirat des Wetteraukreises eine Elternumfrage zu den Erfahrungen mit den ersten Wochen der durch Corona bedingten Schulschließungen durchgeführt. Der große Rücklauf von 6058 ausgefüllten Onlineformularen inklusive ca. 2000 Kommentaren übertraf bei weitem unsere Erwartungen. Insbesondere in die Auswertung der Kommentare haben wir in den letzten Tagen viel Zeit investiert.
Schon beim Versand des Umfragelinks haben wir darauf hingewiesen, dass dies keine repräsentative Erhebung im strengen Sinne sein kann. Wir erhofften uns aber ein Stimmungsbild, um die Gesamtsituation an den Schulen im Wetteraukreis besser einschätzen zu können. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl, der über die Laufzeit recht konstanten Werte bei der Beantwortung der einzelnen Fragen und der vielen persönlichen Kommentare halten wir die Ergebnisse aber durchaus für belastbar (eine Auswahl der Kommentaren finden Sie hier).
Die im folgenden ausgeführten Punkte sind dabei für uns besonders auffällig. Da 48 % der Rückmeldungen aus dem Grundschulbereich stammen, haben wir uns entschlossen, die Ergebnisse für diese Schulform zusätzlich separat auszuweisen.

1. Qualität der Fernbeschulung: 

Hier gibt es große Unterschiede, die stark geprägt sind von der einzelnen Lehrkraft. Gemäß 70 % der Rückmeldungen folgt die Fernbeschulung auch innerhalb einer Schule keinem einheitlichen Konzept (76 % bei Grundschulen).
Die Unterschiede zeigen sich besonders in der Art der Interaktion mit den Schülern. Fehlende Rückmeldungen zu den erledigten Aufgaben und Unterstützung bei der Erarbeitung von Inhalten wurde auch in den Kommentaren häufig bemängelt. Hier fühlen sich die Eltern überfordert und von der Schule allein gelassen. Sie fühlen sich unter Druck, die Rolle der Lehrkräfte ersetzen zu müssen. Auf die Frage nach der Interaktion zwischen Schülern und Lehrern gaben immerhin 20 % der Teilnehmer „ohne Feedback“ an (Grundschulen 55 %) – erschreckend der Wert für die Grundschulen. „Interaktion mit Feedback in allen Fächern“ nannten 11 % (Grundschulen 17 %). Die übrigen 69 % gaben „Interaktion mit Feedback in manchen Fächern“ an (Grundschulen 28 %).
Demgegenüber stehen allerdings auch Schilderungen von sehr guter Betreuung durch die Lehrkräfte z.B. in Form von Videokonferenzen. Diese Form des Unterrichtes ist also möglich und muss Maßstab für eine notwendige Weiterentwicklung und Vereinheitlichung der Standards im Fernunterricht sein. 
 Hierauf weisen auch die Antworten auf die Frage zur Fortsetzung der Fernbeschulung hin. 29 % geben an, „es kann so weitergehen“ (Grundschulen 39 %), 46 % „kann so weitergehen, wenn es Verbesserungen gibt“ (Grundschulen 33 %), und 25 % halten „grundsätzliche Änderungen“ für nötig (Grundschulen 28 %).

2. Frage nach Schulöffnung: 

Viele kontroverse Rückmeldungen haben wir zur Frage nach der Schulöffnung erhalten, insbesondere auch zu unserer Pressemeldung vom 29. April mit der Forderung nach fortgesetzter Schulschließung. Das Umfrageergebnis zeigt hier ein gespaltenes Meinungsbild im Befragungszeitraum: 49 % für die Schließung (Grundschulen 42 %), 39 % gegen Schließung (Grundschulen 45 %), und 12 % ohne Meinung (Grundschulen 13 %).  
In diesem Ergebnis spiegeln sich sowohl die vielen Argumente für eine Schulöffnung aber auch die berechtigten Bedenken dagegen wider. 
Auf der einen Seite stehen die vielfältigen Schwierigkeiten mit dem Fernunterricht, der Betreuung zuhause und die Tatsache, dass nicht alle Schüler die notwendige Unterstützung im Elternhaus bekommen können. Für viele Eltern ist es unmöglich, ihre Berufstätigkeit und die Kinderbetreuung zu vereinbaren. Das gilt in besonderem Maße für alleinerziehende Eltern. Ein großes Problem bei vielen Schülerinnen und Schülern ist die geringe Motivation im Fernunterricht, insbesondere durch den fehlenden direkten Kontakt zu Lehrkräften und Mitschülern.  
Auf der anderen Seite steht die Sorge über die Realisierbarkeit der Abstands- und Hygieneregeln im realen Schulbetrieb und die Qualität des jetzt angebotenen Präsenzunterrichtes unter den gegebenen Einschränkungen. Diese Befürchtungen wurden durch die bereits stattgefundenen Schulöffnungen für die Abschlussklassen bestätigt: Die Hygieneregeln werden vielfach nicht eingehalten und auch nicht kontrolliert. Lehrkräfte müssen zwei Teilklassen gleichzeitig in getrennten Räumen unterrichten. Viele Lehrkräfte fehlen, da sie selbst zu den Risikogruppen gehören. Die Verbindung von Präsenz- und Fernunterricht ist nicht ausreichend koordiniert.

Fazit

Das jetzige Öffnungskonzept mit der politischen Vorgabe, jeder Schüler solle vor den Ferien die Schule noch einmal von innen sehen, wird viele der aktuellen Probleme nicht lösen. Wir befürchten eher eine Verschärfung der Situation, da ein großer Anteil der Lehrkräfte im Präsenzunterricht gebunden sind. Dieser wird aber nur einen äußerst eingeschränkten Fächer- und Stundenumfang an lediglich einzelnen Tagen abdecken. Der Fernunterricht und die Notwendigkeit der Betreuung zuhause bleiben gleichzeitig mit allen beschriebenen Problemen für Schülerinnen und Schüler und ihre Familien bestehen. 
Die Beschulung der Schülerinnen und Schüler zuhause muss daher dringend weiterentwickelt werden. Dieses darf nicht hinter den Schulöffnungen zurückstehen. Schulen und Schulträger müssen jetzt intensiv darauf hinarbeiten, dass technische, pädagogische und rechtliche Voraussetzungen für einen erfolgreichen Fernunterricht geschaffen werden. Insbesondere dürfen Schülerinnen und Schüler aus Risikogruppen nicht unter Druck geraten, am Präsenzunterricht teilzunehmen, um persönliche Nachteile zu vermeiden.

Wie kann es weitergehen?

Es wird keine einfache Rückkehr zur Situation „vor Corona“ geben können. Viele der jetzt auftretenden Probleme sind eine Zuspitzung bereits vorher vorhandener Mängel in Schulen und Schulpolitik.* Die verpasste Digitalisierung rächt sich in der jetzigen Situation, in der eingespielte digitale Kommunikationsformen Voraussetzung für eine Aufrechterhaltung des Unterrichtsangebotes zuhause wären. Mangelhafte Raum- und Personalausstattung, die Vernachlässigung der Hygiene in den Sanitäranlagen, eine Schülerbeförderung in überfüllten Linienbussen – all dies erschwert jetzt die Rückkehr zum „Normalbetrieb“. Die verschärft im Fernunterricht zutage tretende Chancenungleichheit, die starke Abhängigkeit des Bildungserfolges vom Elternhaus war auch vorher schon ein gravierendes Problem im Schulsystem. Alleinerziehende standen schon immer vor Betreuungsproblemen durch fehlende Ganztagsangebote. Bereits die Umsetzung der Inklusion in den Schulen krankt an den beschriebenen Mängeln.
Wie kann es vor diesem Hintergrund gelingen, dass das Jahr 2020 und eventuell auch 2021 trotzdem als erfolgreiches und nicht als verlorenes Bildungsjahr in Erinnerung bleibt? Es ist jetzt Aufgabe der Politik, die lange vernachlässigten Probleme im Bildungssystem anzugehen, jetzt notwendige Investitionen zu tätigen und Neuerungen umzusetzen. Jetzt müssen die Konsequenzen aus der Krise gezogen werden und dass heißt, es darf kein „weiter wie bisher“ nach der Krise geben.

 

*Wir möchten hierzu auf unsere bisherigen Stellungnahmen zu diesen Themen verweisen:

DigitalPakt Schule
Inklusion
Brief zum Schuljahresbeginn 2019/20

 

Aktuelles im April 2020

Pressemitteilung: 
Der Präsenzunterricht soll bis zum Ende des Schuljahres 2019/20 ausgesetzt bleiben 

29.04.2020

 

Am Ende einer Woche voller großer Unsicherheiten für die Eltern und Schüler stand am letzten Freitag der Beschluss des Hessischen Verwaltungsgerichtshofes: die Schulpflicht für die 4. Jahrgangsstufen der Grundschulen und weiterer Schulformen bleibt ausgesetzt. Dieser vom Kreiselternbeirat begrüßte Beschluss enthält aus unserer Sicht eine wichtige Klarstellung: es besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko im Präsenzunterricht. 

In einer Stellungnahme vom 17.04.2020 formuliert der Kreiselternbeirat bereits seine diesbezüglichen Bedenken: „Vor Beginn eines Präsenzunterrichtes müsse ein realistisches Konzept für die gebotenen Hygiene- und Abstandsregeln stehen. Im Sinne der Gesundheit von Schülerinnen und Schülern und ihrer Familien dürfe es hier keine halben Lösungen geben.“ 

Die in der vergangenen Woche sehr kurzfristige Vorlage von Hygieneplänen des HKM erfüllen diese Bedingung aus Sicht des Kreiselternbeirates nicht. Insbesondere die durchgängige Umsetzung an allen Schulen des Kreises sehen wir nicht gewährleistet. Auf Nachfrage teilte beispielsweise das Gesundheitsamt des Wetteraukreises mit, dass es keine Begehungen und Kontrollen der Hygienepläne vor Ort an den Schulen geben werde. Auch von Seiten des Schulamtes und des Schulträgers erhielt der Kreiselternbeirat auf Anfrage keine konkrete Information zu den getroffenen Maßnahmen an den Schulen. 

Auf Basis dieser Entwicklung fordert der Kreiselternbeirat:

Der Präsenzunterricht soll bis zum Ende des Schuljahres 2019/20 ausgesetzt bleiben. Einzige Ausnahmen könnten unter bestimmten Bedingungen die tatsächlichen Abschlussklassen des laufenden Schuljahres sein. Notwendig hierfür wäre der fachlich überprüfte Gesundheitsschutz im Präsenzunterricht, eine absolute Chancengleichheit auch für die Risikogruppen, die nicht am Präsenzunterricht teilnehmen können und die Sicherung der Betreuung für die übrigen Jahrgangsstufen im Fernunterricht. Können diese Bedingungen nicht erfüllt werden, muss ein Schulabschluss auf Basis der vor der Schulschließung erbrachten Leistungen sichergestellt werden.

Der Präsenzunterricht für einige Klassenstufen deckt auch bei diesen nicht den vollständigen Stundenplan ab. Die kleineren Gruppengrößen und einzuhaltenden Hygienemaßnahmen binden hierbei aber erhebliche Personalressourcen und diese Kräfte fehlen wiederum für die weitere Betreuung aller Schülerinnen und Schüler zuhause. Auch hierin sehen wir eine Verletzung des Gleichbehandlungsgebotes. Die Rückholung aller Jahrgänge bis zum Schuljahresende halten wir nicht für realistisch.

Daher müssen die Anstrengungen jetzt darauf zielen, den Fernunterricht endlich auf eine solide pädagogische und rechtliche Grundlage zu stellen. Hier vermisst der Kreiselternbeirat trotz bereits seit über sechs Wochen andauernder Schulschließung eine deutliche Handlungsanweisung des HKM zu den Pflichten von Schülerinnen und Schülern, von Schulträgern, Schulämtern, Schulen und Lehrkräften in dieser „irregulären“ Unterrichtssituation. Insbesondere auch zur erlaubten oder nicht erlaubten Bewertung der zuhause erbrachten Leistungen.

Bis zum Ende der Sommerferien 2020 muss ein Bildungskonzept entwickelt werden, welches Präsenz- und Fernunterricht auch für länger andauernde Einschränkungen des öffentlichen Lebens nachhaltig regelt. Dieses sollte jetzt schon Modelle für die zu erbringenden Abschlüsse im kommenden Schuljahr enthalten. 

Die im hessischen Schulgesetz verankerten Gremien der Eltern- und Schülervertretung müssen entsprechend ihren Anhörungs- und Mitbestimmungsrechten in die weiteren Abstimmungsprozesse einbezogen werden – auf Landes-, Kreis- und Schulebene. Dies ist aktuell leider häufig noch nicht der Fall.

Auch die Mitglieder des Kreiselternbeirates kämpfen zuhause mit der Betreuung ihrer Kinder vom Kita- bis zum Oberstufenalter. Wir teilen selbst die familiären, beruflichen, teilweise existenzgefährdenden Probleme vieler Eltern in dieser Ausnahmezeit. Den Wunsch nach einer schnellen Normalisierung des Schulbetriebes können wir daher gut nachvollziehen. Kurzfristige, nicht zu Ende gedachte Maßnahmen schaffen jedoch zusätzliche Unsicherheit. Der Kreiselternbeirat fordert daher die Konzentration auf eine nachhaltige Strategie über das Ende dieses Schuljahres hinaus.

 

 

Mit freundlichen Grüßen,

Der Kreiselternbeirat des Wetteraukreises

Pressemitteilung 
zur andauernden Schulschließung und schrittweisen Öffnung für Abschlussklassen

17.04.2020

 

Seit Mittwoch, 15.04.2020 steht nun fest, dass die Schließung der Schulen für einen großen Teil der Schülerinnen und Schüler noch längere Zeit andauern wird. Parallel dazu sollen nun die Abschlussklassen schrittweise zum Präsenzunterricht in die Schulen zurückkehren.


Wir gehen davon aus, dass Kultusministerium, Schulämter, Schulträger und Schulleitungen die vergangenen fünf Wochen intensiv genutzt haben, um Lösungen für diese absehbare Verlängerung zu entwickeln. Wir erwarten jetzt die Vorlage eines Konzeptes, das auch unter diesen schwierigen Bedingungen einen regulären Unterricht und damit verbundene Leistungsnachweise und Abschlüsse für die Schülerinnen und Schüler gewährleistet – im Fern- wie im Präsenzunterricht.

 

Im vergangenen Jahr wurde intensiv über die Schulpflicht im Rahmen der Fridays for Future Demonstrationen diskutiert. Nach der individuellen Schulpflicht der einzelnen Schülerinnen und Schüler steht jetzt der staatliche Bildungs- und Erziehungsauftrag im Fokus, die staatliche Pflicht, auch unter schwierigen Umständen ein adäquates schulisches Angebot aufrecht zu erhalten. Dieses darf nicht auf bloßer Freiwilligkeit auf Schüler- wie Lehrerseite beruhen und muss einheitlich umzusetzende Standards für alle Schulen beinhalten. Hierbei müssen sowohl die notwendigen epidemiologischen Schutzmaßnahmen wie auch die pädagogischen Anforderungen erfüllt werden.

 

Dass es hierzu vielfältige Möglichkeiten auch im Fernunterricht gibt, haben kreative und innovative Unterrichtsangebote einzelner Schulen und Lehrkräfte in den letzten Wochen bewiesen. An dieser Stelle möchten wir allen daran Beteiligten für ihr großes Engagement in dieser herausfordernden Zeit danken! 

 

Diese Ansätze im Fernunterricht müssen jetzt schnellstmöglich in ein flächendeckendes Angebot überführt werden. Als Hinderungsgrund wurde hierbei oft auf die teilweise mangelnde technische Ausstattung zur Nutzung digitaler Kommunikations- und Lehrangebote in den Elternhäusern verwiesen. Demgegenüber steht aber aus Sicht des Kreiselternbeirates die sehr unterschiedliche pädagogische Unterstützung, die die Kinder im Elternhaus erfahren können. Hier ist zur Wahrung der Chancengleichheit dringend die Wiederherstellung eines engen Kontaktes zu den Lehrkräften auch im Fernunterricht notwendig. Elternbeiräte und Fördervereine stehen hier sicher als Partner bereit, um technische Abhilfe im Einzelfall zu schaffen. Vor der schrittweisen Wiederöffnung der Schulen sehen wir noch einige Hürden, daher darf jetzt nicht die Beschulung der Kinder zuhause vernachlässigt werden.

 

Die Öffnung der Schulen für die Abschlussklassen steht unter dem Vorbehalt der Einhaltung der gebotenen Hygiene- und Abstandsregeln. Hier sieht der Kreiselternbeirat noch sehr viele unbeantwortete Fragen vor einem Start des Präsenzunterrichtes am 27. April. Auch der Wetteraukreis als Schulträger ist hier stark gefordert. Notwendig für einen sicheren Schulbetrieb sind beispielsweise die Ertüchtigung der sanitären Anlagen, fließendes warmes Wasser in den Klassenräumen, insbesondere auch in Containeranlagen, die Bereitstellung von Seife, Desinfektionsmitteln und Papierhandtüchern. Hinzu kommt eine regelmäßige professionelle Reinigung und Desinfektion, bei Bedarf auch mehrfach am Tag. Zur Wahrung der Abstandsregeln ist ein Raumkonzept für die verkleinerten Lerngruppen, auf den Gängen und Schulhöfen sowie eine Lösung in der Schülerbeförderung mit Bus und Bahn notwendig. Vor Beginn eines Präsenzunterrichtes muss ein realistisches Konzept für diese Fragen stehen. Im Sinne der Gesundheit von Schülerinnen und Schüler und ihrer Familien darf es hier keine halben Lösungen geben.

 

 

Mit freundlichen Grüßen,

Der Kreiselternbeirat des Wetteraukreises

Aktuelles im März 2020

Halbzeit im Kreiselternbeirat 2019/21

seit seiner Wahl im Februar 2019 hat der Kreiselternbeirat viele Gespräche mit Schulelternbeiräten des Wetteraukreises geführt. Dabei haben Sie uns über alle Schulen und Schulformen hinweg immer wieder über die gleichen, seit Jahren währenden Infrastrukturprobleme berichtet:

Eine mangelhafte Personalversorgung und stockende Ausbau- und Sanierungsmaßnahmen führen dazu, dass auch die dringend notwendige konzeptionelle Neuausrichtung von Schulen ausgebremst wird. Neben den negativen Folgen für den täglichen Unterricht bleiben dabei auch Zukunftsthemen wie die Digitalisierung, der Ausbau von ganztägiger Betreuung an Grundschulen oder die Inklusion nach Abschluss der Modellregion im Wetteraukreis auf der Strecke.

Was sagen Schulträger, Schulamt und Kultusministerium? 

Unsere Gespräche mit Vertretern von Schulträger, Schulamt und Kultusministerium zeigten bisher keine befriedigenden Lösungsstrategien auf. Stattdessen wurden Probleme geleugnet (kein massiver Stundenausfall), kleingeredet (nur Einzelfälle, alles sei doch auf einem guten Weg…) oder es wird ausführlich begründet, warum es leider keine schnelle Lösung geben könne (Verwaltungsvorschriften, kein Personal, Verantwortlichkeit liegt „bei anderen“).

Was können wir Elternbeiräte tun?

Vor diesem Hintergrund haben sich Kreiselternbeirat und Schulelternbeiräte auf dem letzten SEB-Forum gefragt, wie wir dennoch Lösungen der drängenden Probleme an unseren Schulen vorantreiben können. Einzige Möglichkeit sehen wir darin, unsere Wahrnehmung der Situation an den Schulen stärker in die Öffentlichkeit zu tragen.

In einer öffentlichen Podiumsdiskussion möchten wir daher die grundlegenden Infrastrukturprobleme bei Personalversorgung und Baumaßnahmen erörtern. Wir werden dazu Vertreter des Kreises, des Schulamtes und des Kultusministeriums einladen. Als Veranstaltungsreihe soll dieses dann im kommenden Schuljahr mit den inhaltlichen Themen fortgeführt werden. Ausgangspunkt der Diskussionen sollen jeweils Ihre Erfahrungsberichte aus erster Hand aus den Schulen sein.

Dafür braucht der Kreiselternbeirat Ihre Unterstützung! 
Erfolgreich kann so eine Veranstaltung nur dann sein, wenn wir möglichst viele „O-Töne“ aus den Schulen des Wetteraukreises zusammenbekommen. Senden Sie uns Situationsberichte von Ihren Schulen, helfen Sie uns bei der Organisation und verbreiten schon einmal den Termin in Ihrer Elternschaft:


Diskussionsforum „Gute Schule Wetterau(?)“
 am 15.05.2020
 ab 16:30 
 Aula des Augustiner Gymnasiums, Friedberg

Zur weiteren Planung und Information laden wir Sie herzlich zu unserem nächsten SEB-Forum ein:

SEB-Forum am 17. März


Aktuelles im August 2019

Brief zum Schuljahresbeginn 2019/20

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